In der Trauer nicht allein

Wie Jesus Christus heute begegnen? Eine stets aktuelle Antwort findet man im Matthäusevangelium: »Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.« (Mt 25,40b)

Vor diesem Hintergrund haben sich im Laufe der Christentumsgeschichte die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit herausgebildet: Hungernde speisen, Durstigen zu trinken geben, Nackte bekleiden, Fremde beherbergen, Kranke besuchen, sich um Gefangene sorgen und Tote in Würde verabschieden (vgl. Gotteslob 29,3).

Tote in Würde verabschieden – darum geht es im Katholischen Trauerzentrum und Kolumbarium St. Thomas Morus. Dabei kommen die Toten und die Trauernden in den Blick, die Verstorbenen und die Verlassenen.

 

In der Kirche St. Thomas Morus, im Innenhof und angrenzenden Räumen wurden am 25. Oktober 2016 Kolumbarium und Trauerzentrum eingeweiht.

Ein Kolumbarium dient der Aufbewahrung von Urnen. Das Besondere in St. Thomas Morus ist, dass die Gemeinde dort werk- und sonntags weiterhin Eucharistie feiert. Darüber hinaus wird die Kirche für Trauer- und Beerdigungsgottesdienste genutzt.

Das Trauerzentrum nebenan versteht sich als Ort, der für Trauer jeglicher Art offen ist und wo jeder und jede, der oder die trauert, gut aufgehoben ist. Das Wort Jesu »Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden« (Mt 5,4) ist sowohl Zusage als auch Ansporn.